
Schwerpunkte & Philosophie
Jede Behandlung ist individuell: in der Methode, im Tempo, in der Tiefe – und im Raum, der dabei entsteht. Der Grundsatz jedoch ist; so viel wie nötig, so wenig wie möglich!

Traditionelle Chinesische Medizin & meine Praxis
Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) ist ein eigenständiges, ganzheitliches
Medizinsystem, das den Menschen nicht isoliert nach einzelnen Symptomen betrachtet, sondern
im Zusammenspiel von Körperfunktionen, Belastung, Bewegung, Lebensstil und Regeneration.
Im Zentrum steht die Frage, wie gut der Körper regulieren kann:
Wo entsteht Spannung, Stau oder Erschöpfung? Wo fehlt Beweglichkeit – körperlich oder
funktionell?
Beschwerden werden dabei als Hinweis verstanden, dass Prozesse aus dem Gleichgewicht
geraten sind. In meiner Praxis arbeite ich mit Methoden der TCM, ergänzt durch westliche
Phytotherapie, angepasst an die jeweilige Situation und Zielsetzung. Behandlungen können
kurzfristig entlastend wirken oder längerfristig begleiten – je nachdem, was gerade sinnvoll und
gewünscht ist. Nicht jede Behandlung muss tief gehen oder viel erklären. Manchmal braucht es
eine gezielte Unterstützung, manchmal etwas mehr Raum.
Typische Anwendungsbereiche sind unter anderem:
• Muskel- und Gelenkbeschwerden
• Rücken-, Nacken- und Schulterschmerzen
• Sportverletzungen und Überlastung
• Spannungsschmerzen
• Verdauungs- und Stoffwechselbeschwerden
• Erschöpfung und Energiemangel
• Schlafprobleme
• Stressbedingte Beschwerden
• Zyklus- und hormonelle Themen
Ich arbeite strukturiert, transparent und ohne Übertreibungen.
Mir ist wichtig, dass Behandlungen nachvollziehbar bleiben – dass erklärt wird, was gemacht wird und warum. Ziel ist es, den Körper dort zu unterstützen, wo er aktuell Hilfe braucht, ohne ihn zu überfordern.
Die TCM verstehe ich nicht als Ersatz, sondern als sinnvolle Ergänzung zur Schulmedizin,
insbesondere bei funktionellen Beschwerden, Überlastung und chronischen Prozessen.


Wieso Ares?
Der Name Ares begleitet mich schon lange. Ursprünglich steht er in der griechischen Mythologie für Kampf, Unruhe und Bewegung. Für mich beschreibt dieses Bild weniger einen Krieg als einen Zustand, den viele Menschen aus ihrem Leben kennen: das Gefühl, aus der Balance geraten zu sein, unter Spannung zu stehen oder gegen etwas im eigenen Körper oder Alltag anzukämpfen.
Ich verstehe Ares nicht als Symbol für Zerstörung, sondern für Energie – für Kraft, die chaotisch wirkt, solange sie keinen Ausdruck findet und die sich verändern kann, sobald sie verstanden und gelenkt wird. Dieses Prinzip begegnet mir in meiner Arbeit immer wieder: in Schmerzen, in Verspannung, in Erschöpfung, in innerer Unruhe oder im Gefühl, nicht mehr richtig in der eigenen Mitte zu sein.
In meinem Logo finden sich Widderhörner, angelehnt an Aries. Der Widder steht für Mut, Direktheit und Bewegung nach vorne – manchmal impulsiv, manchmal unbeirrbar, aber immer mit einer starken inneren Dynamik. Genau darin erkenne ich einen Kern meiner Arbeit: Menschen dort abzuholen, wo Spannung entstanden ist, und sie dabei zu unterstützen, wieder in eine stimmige Ausrichtung zu finden.
Ich begleite ohne zu bewerten, ohne zu formen oder in ein Schema zu pressen. Es geht nicht darum, perfekt zu funktionieren oder etwas „wegzumachen“. Es geht darum, den eigenen Körper wieder besser zu verstehen, das eigene Tempo zu respektieren und mit dem zu arbeiten, was gerade vorhanden ist.
Ares steht für mich deshalb für einen ehrlichen Umgang mit Disbalance – körperlich wie innerlich. Nicht gegen den eigenen Zustand anzukämpfen, sondern ihn in Stabilität und Kraft zu verwandeln.

Spezialisierung – wenn Tiefe sinnvoll ist
Heilung beginnt für mich dort, wo jemand bereit ist zuzuhören – dem Körper ebenso wie den feinen Signalen, die im Alltag so oft überhört werden. Es geht nicht darum, alles zu analysieren oder gewaltsam zu öffnen, sondern darum, wahrzunehmen, was sich von selbst zeigen möchte. Die Traditionelle Chinesische Medizin bietet mir dafür einen Rahmen, der mich wirklich überzeugt: Sie betrachtet Symptome nie isoliert, sondern als Ausdruck einer inneren Dysbalance – als Sprache eines Systems, das aus dem Gleichgewicht geraten ist und nach Regulation sucht. Dieser Blick erlaubt es, körperliche Beschwerden ebenso ernst zu nehmen wie funktionelle, stressbedingte oder emotionale Themen, ohne das eine zu überhöhen oder das andere kleinzureden.
In meiner Arbeit verbinde ich Präzision mit Sanftheit. Ich arbeite strukturiert, achtsam und immer angepasst an den jeweiligen Moment – häufig in der Verbindung schulmedizinischer Sichtweisen mit den klassischen Mustern und Bildern der TCM. „So viel wie nötig, so wenig wie möglich“ ist für mich kein bloßes Prinzip, sondern gelebter Respekt vor der Selbstregulation des Körpers und der Seele.
In den kommenden Jahren möchte ich mich besonders den Beschwerden widmen, bei denen Stress, innere Anspannung, emotionale Erschöpfung oder seelische Belastungen eine zentrale Rolle spielen. Diese Themen sehe ich nicht als Schwäche, sondern als sehr menschliche Reaktionen auf anhaltende Belastung. Tiefe Gespräche dürfen entstehen, wenn der Moment dafür reif ist – sie müssen es aber nicht. Entscheidend ist immer, was gerade wirklich tragfähig und hilfreich ist.
Genau hier liegt mir viel daran, Brücken zu schlagen zwischen der TCM und moderner psychologischer Begleitung – gerade in Phasen, in denen Menschen lange auf psychotherapeutische Termine warten müssen.
Wo es sinnvoll ist, arbeite ich vernetzt und begleitend – in enger Zusammenarbeit mit Fachpersonen aus Psychologie, Psychotherapie und Medizin. Komplexe Belastungen brauchen oft mehrere stabile Säulen, und genau da kann die TCM eine wertvolle, ergänzende Rolle spielen.
Trotz dieses geplanten Schwerpunkts bleibt meine Praxis offen für alle Anliegen. Jede Form von Dysbalance – ob körperlich, funktionell oder emotional – verdient Aufmerksamkeit und respektvolle Begleitung. Die Vielfalt der TCM ermöglicht es, individuell und ohne starre Schubladen zu arbeiten – mit dem Ziel, wieder mehr innere Stabilität und spürbare Balance zu finden.